Interviews

Interview mit Robert Meusel und Fabian Foelsch von Braineffect – „Unsere Produkte steigern die Leistungsfähigkeit“

Könnt ihr euch bitte unseren Lesern kurz vorstellen? Wer seid ihr und was macht ihr?

Wir sind Fabian Foelsch und Robert Meusel und haben gemeinsam BRAINEFFECT (www.brain-effect.com) aufgebaut.

Dabei sind wir kein klassisches Co-Founder Team sondern eine eher ungewöhnliche Konstellation: Robert ist in einer Doppelrolle, denn er kommt von Schober Ventures, dem Investor und Mehrheitsgesellschafter von BRAINEFFECT. Er ist für alle Finanzthemen zuständig. Fabian ist kümmert sich um alles operative: Produkt, Vertrieb, Kommunikation.

Was genau macht Euer Start-Up und was ist das Besondere an Eurer Geschäftsidee?

BRAINEFFECT stellt Performance Food her: Unsere Produkte steigern die mentale Leistungsfähigkeit. Das fängt bei gutem, erholsamen Schlaf an (unser Produkt “sleep”), geht über bessere Konzentration (“focus”), mehr Energie (“Rocket C8”), bis zu einem besseren Wohlbefinden (“mood”). Das Besondere ist, dass wir nur natürliche Inhaltsstoffe verwenden (zum Beispiel Ginkgo, Schwarzer Pfeffer, Zitronenmelisse, Kokosnuss- oder Krill-Öl-Extrakt). Manche Inhaltsstoffe, wie zum Beispiel das körpereigene Schlafhormon Melatonin, waren früher nur Hochleistungssportlern und auf Rezept erhältlich – wir machen sie nun auch der breiten Masse verfügbar.

Gab es bereits eine Seed-Finanzierung? Crowdfunding? Oder gibt es Business-Angel die euch bei eurem Vorhaben unterstützen?

Ja wir sind von der Berliner Investmentfirma Schober Venture finanziert. Sie hat 2015 die alten Marken- und Produktrechte an dem damals eingeschlafenen Unternehmen BRAINEFFECT erworben und wir haben es gemeinsam mit unserem Investor Herr Schober neu aufgebaut.

Produktbeispiele

Wo sitzt Ihr und warum habt Ihr Euch für diesen Standort entschieden? Was findet Ihr besonders gut an Eurem Standort?

Wir sitzen in Berlin und sind da auch höchst zufrieden. Auch wenn sich in anderen deutschen Städten extrem viel tut: Für uns war das Start-up Ökosystem, die Möglichkeiten zum Netzwerken und die vielen inhaltlich spannenden Konferenzen hier Gold wert.

Was sind Eure Planungen für die nächsten Jahre? Wird es eine kleine / größere Finanzierungsrunde geben? Wachstumsprognose etc.?

Der nächste Schritt ist, dass wir einen verschiedene Performance-Riegel herausbringen: In circa zwei Monaten wird es soweit sein! Außerdem arbeiten wir an weiteren Produktneuheiten, das heißt möchten unser Produktangebot noch deutlich ausweiten. Dann planen für uns noch stärker über die DACH-Region hinaus zu positionieren und größere Markenbekanntheit auch in Großbritannien, Frankreich, Polen und den skandinavischen Ländern zu erlangen. Wahrscheinlich ist, dass wir dazu noch eine weitere Finanzierungsrunde mit Schober machen – externe Investoren mit an Bord zu holen ist derzeit nicht geplant.

Was waren die größten Schwierigkeiten, die Ihr auf Eurem Gründungsweg überwinden musstet?

Die Hauptschwierigkeiten waren die vielen verwirrenden Regularien in der Nahrungsmittelindustrie: Das braucht viel Zeit und Geduld, um dort durchzublicken. Hier sollte man es innovativen Neueinsteigern einfacher machen! Zweitens stoßen wir in Deutschland noch auf viel Skepsis was Nahrungsergänzungsmittel für die mentale Power angeht, dabei nehmen die Leute ja auch Dextroenergen, Multivitamin- oder Magnesiumtabletten oder sonstige Produkte die versprechen, Haare, Haut, Zähne oder Nägel zu verbessern. Warum also nicht auch natürliche Produkte für die Gehirnleistung?

Welche Informationsquellen für Gründer (Blogs, Webangebote, Magazin, Bücher, Beratungsstellen) könnt ihr anderen Gründern empfehlen?

Wir informieren und auf den “üblichen Verdächtigen” wie t3n, Deutsche Start-ups oder Gründerszene. Großartige Arbeit macht auch das Team von Online Marketing Rockstars! Außerdem hat die US-Version des Business Insiders immer ganz spannende Themen. Wir engagieren uns darüber hinaus im Bundesverband Deutsche Startups, wo man viele gute Kontakte knüpfen kann und gegebenenfalls Unterstützung bekommt.

Gibt es Vorbilder aus der Gründer- bzw. Startupszene?

Der Bulletproof Coffee Gründer Dave Asprey ist ein Vorbild.

Was würdet Ihr Euch von der Gründerlandschaft in Deutschland oder auch an eurem Standort wünschen?

Inzwischen ist die Dynamik der Start-up Szene auch in der breiten Öffentlichkeit bekannt geworden, was schon einmal toll ist. Wir würden uns jedoch wünschen, dass das Gründen in Deutschland noch einfacher gemacht wird: Weniger bürokratische Hürden, weniger Admin. Wieso muss man zum Beispiel für Kleinigkeiten zu einem Notar gehen? Es wäre gut, wenn die Politik selbst hier mehr unternehmen würde, um das Unternehmertum und Innovation zu stärken!

 

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