Finanzen

Sorgt eine platzende Blase für Verluste beim ETF-Handel?

ETFs sind für den langfristigen Handel gemeinhin gut geeignet. Sie bieten dabei auch noch eine breite Diversifikation. In gleich zwei Bereichen der Wirtschaft könnten ETFs aber nun zur Gefahr für Verluste werden. Es spielt bei der ETF-Geldanlage kaum eine große Rolle, ob in Passivfonds oder in komplette Indizes investiert wird. Wichtiger ist vor allem der langfristige Ansatz bei dieser Form der Geldanlage.

Blasenbildung kann für Verluste sorgen

Investoren, die sich vorab nicht umfassend informiert haben, müssen jedoch einige Details bedenken und laufen zudem Gefahr, von einer Blasenbildung überrascht zu werden. Chancen und Risiken des Handels mit ETFs sollten vorher immer beachtet werden, ansonsten drohen mitunter auch Verluste.

Experten sehen in zwei Wirtschaftsbereichen jetzt die Gefahr einer Blasenbildung und warnen bereits davor. Dazu sollen zum Beispiel Immobilien gehören, die zuletzt einen großen Hype erfahren haben. Gleiches soll zudem auch für die Versorger gelten, in die investiert werden kann. ETF-Beteiligungen von 32 beziehungsweise rund 23 Prozent könnten im Falle einer Korrektur zu schnellen Verkäufen führen – und demnach auch Verluste mit sich bringen.



Rekorde beim ETF-Handel

Doch auch allgemein erfreut sich das Trading mit ETFs großer Beliebtheit und Jahr für Jahr gibt es beinahe neue Rekorde. Damit steigt aber generell auch das Risiko an. Es gibt bereits heute große Ähnlichkeiten zu den Blasen im Jahr 1999 im Bereich Technologie sowie 2006 im Finanzsektor, äußern sich US-amerikanische Experten.

Vor allem auch die Wahl von Donald Trump in den USA hat dazu geführt, dass vermehrt Privatanleger in ETFs investieren und so von der Börse profitieren wollen. Die damit verbundene Hoffnung: die Börsenkurse steigen, da Unternehmen von niedrigeren Steuersätzen profitieren würden. ETFs verursachen dazu nur geringe Gebühren, das sorgt auch dafür, dass unerfahrene Anleger investieren würden.

Auch die Financial Times macht auf den schwarzen Montag aus dem August 2015 aufmerksam. Mehr als 20 Prozent der ETFs an der Börse in New York mussten vom Handel ausgesetzt werden, die Indexfonds verloren teilweise mehr als 30 Prozent ihres Werts.

Das zeigt erneut, dass man sich vor der Investition an den Aktienmärkten immer ganz genau mit den handelbaren Assets befassen sollte. Risiken und Chancen sollten gegeneinander abgewogen werden und ganz allgemein spielt auch eine Rolle, welches Vorwissen man bereits mitbringt.



Und zumindest im Bereich der USA kann man sich – Stand jetzt – nicht darauf, verlassen, dass Präsident Trump seine Wahlversprechen Wirklichkeit werden lässt und die Steuern senkt.

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