Finanzen

Geldanlage in Nachhaltig: grüne Varianten zum Sparen

Immer mehr Anleger wollen auch bei der Investition und Geldanlage grüne Alternativen nutzen. Das Thema Nachhaltigkeit ist in der Gesellschaft angekommen – und somit ist es nicht verwunderlich, dass es inzwischen auch zur Geldanlage grüne Optionen gibt.

Einige dieser Varianten und Gelegenheiten werden im Folgenden etwas genauer vorgestellt.

Das klassische Sparbuch ist heute zum eigentlichen Sparen beinahe ungeeignet. Es gibt meist keine Verzinsung mehr – und somit lässt sich für die Altersvorsorge damit nur schwer vorsorgen. Es gibt aber Alternativen – auch nachhaltige.



Tagesgeld: Grüne Geldanlage mit Flexibilität

Eine Möglichkeit, Geld flexibel anzulegen, ist Tagesgeld. Dieses wird besser verzinst als das Sparbuch, bietet dabei aber dennoch direkten und jederzeitigen Zugriff auf das eigene Kapital. Allerdings: der Zinssatz kann von der Bank jederzeit geändert werden und meist gibt es höhere Zinsen nur bis zu einem gewissen Betrag oder für einen fixen Zeitraum.

Ein Tagesgeldkonto kann man dabei auch von Banken eröffnen, die ethisch arbeiten und sich dem Umweltschutz widmen. Zehn solcher Banken gibt es laut Finanztest derzeit in Deutschland. Sie zeichnen sich dadurch aus, keine Kredite an Unternehmen zu vergeben, die beispielsweise Massentierhaltung unterstützen oder Atomkraftwerke betreiben.

Beispiele: PAX-Bank, ProCredit Bank und Triodos Bank.

Langfristiger grün anlegen mit Festgeld

Ebenso eignet sich auch ein Festgeldkonto zur Geldanlage. Dann aber eher auf längere Sicht, da das Geld für einen bestimmten Zeitraum eben nicht zur freien Verfügung steht. Online können Festgeldkonten ebenso einfach eröffnet werden wie ein Tagesgeldkonto.



Hierfür bekommt man meist einen etwas höheren Zinssatz und es gibt auch beim Festgeld nachhaltige Optionen.

Beispiele: ProCredit Bank

Investmentfonds als grüne Anlageoption

Wer etwas mehr Risiko eingehen möchte und kann, der hat mit grünen Investmentfonds eine Gelegenheit, Geld anzulegen. Vor allem für Einsteiger in den Aktienmarkt sind laut Experten Investmentfonds eine gute Idee. Ab ungefähr 50 Euro je Monat kann man bereits einsteigen und sich eine gute Rendite sichern.

Allerdings: auch der Verlust des Anlagekapitals ist möglich. Grüne Anbieter gibt es hier inzwischen ebenso, in Deutschland tragen zur Zeit ungefähr 45 Fonds das Siegel des Forums Nachhaltige Geldanlage (FNG). Waffen und Kernkraft werden hierdurch ausgeschlossen und Investitionen werden vor allem im Bereits Umwelt, Arbeitsrecht oder beim Kampf gegen Korruption getätigt.

Beispiele: Triodos Sustainable Pioneer Fund, Steyler Fair und Nachhaltig – Aktion und Raiffeisen-Nachhaltigkeit-Mix.

ETFs gibt es ebenfalls in grün

Exchange-Traded Funds – kurz ETFs – sind ebenfalls Fonds, die allerdings nicht aktiv durch einen Manager betreut werden. Stattdessen investiert man hierbei in alle Unternehmen, die in einem bestimmten Index gelistet sind. Ein Beispiel ist der DAX, der Deutsche Aktienindex.

ETFs haben den Vorteil, dass diese preiswerter sind und zudem oftmals auf lange Sicht mehr Erfolg versprechen – das gilt auch bei grünen Anlagen.

Beispiele: bisher kaum. Es gibt zwar grüne Anbieter, allerdings muss man hierbei meist noch Abstriche machen.

Renten- und Lebensversicherung im Bereich Nachhaltigkeit

Abschließend lohnt sich oft auch ein Blick auf Lebensversicherungen und Rentenversicherungen. Hierbei hängt es aber oft davon ab, was für Beiträge man sich sichern kann. Ansonsten sind diese Geldanlagemöglichkeiten meist teuer – und dazu auch wenig flexibel.

Für Sparer sind diese Optionen also eher ungeeignet – auch im Bezug auf die Nachhaltigkeit.

Beispiele: ebenfalls gering. Ein Siegel gibt es bisher nicht. Einzelne Anbieter stellen aber nachhaltige Versicherungen bereit.

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