Finanzen

Förderungsmöglichkeiten für Gründer im Fokus

Um ein Unternehmen zu gründen, reicht es nicht aus, einfach ein Gewerbe anzumelden und loszulegen. Stattdessen gibt es einige Fallstricke zu beachten – und insbesondere bei der Finanzierung muss vorab alles in trockenen Tüchern sein. Es gibt hierbei allerdings die Möglichkeit, finanzielle Unterstützung zu erhalten und somit die Finanzierung stabiler zu gestalten.

Im Folgenden sind einige Optionen für Fördermöglichkeiten für Gründer zu finden, die es in Deutschland gibt.

Beratungsförderung für Selbständige

Wer in die Selbständigkeit startet, sollte sich im besten Fall vorab von Experten beraten lassen. So kann man Hilfe beim Erstellen des Businessplans bekommen oder hat die Möglichkeit, hierdurch auch staatliche Zulagen zu bekommen. Denn: die Chancen auf Erfolg sind durch eine professionelle Beratung in aller Regel größer, weshalb der Staat hier auch subventioniert. Dieses Angebot sollten Gründer daher durchaus in Betracht ziehen.



Aus der Arbeitslosigkeit in die Selbständigkeit

Auch wer arbeitslos ist und ALG I bekommt, kann von einem Zuschuss profitieren, wenn der Schritt in die Selbständigkeit gewagt wird. Der Gründungszuschuss soll als finanzielle Unterstützung für die ersten Monate der Selbständigkeit dienen. Ganze 15 Monate lang können Gründer dabei einen Zuschuss in Höhe von 300 Euro bekommen – dies dient der sozialen Absicherung. Den Gründungszuschuss kann man beim zuständigen Jobcenter beantragen.

Wer stattdessen ALG II (allgemein als Hartz IV bekannt) bezieht, kann das Einstiegsgeld bekommen. Hier erhält der Gründer für maximal 24 Monate einen Zuschuss in individueller Höhe. Auch diesen Zuschuss beantragt man beim Sachbearbeiter des Jobcenters.

Gründungsfonds im High-Tech Bereich

Im Bereich High-Tech gibt es mit dem High-Tech Gründerfonds HTG eine zusätzliche Fördermöglichkeit. Seit dem Jahr 2005 können Unternehmen der High-Tech Branche einen Zuschuss beziehen. Dahinter stehen das Bundesministerium für Wirtschaft, aber auch Unternehmen wie BASF, Daimler, Siemens oder Carl Zeiss. Insgesamt wurden bereits mehr als 570 Millionen Euro in den Fonds investiert.

Ein weiterer Vorteil: der Gründerfonds bietet auch Coachings und allgemein ein umfangreiches Netzwerk.



Ein Stipendium für Gründer

Das EXIST-Gründerstipendium ist eine weitere Chance, einen finanziellen Zuschuss zu erhalten und das eigene Start-Up auf diese Weise auf ein solides Fundament zu stellen.

Hierdurch können Studierende, Absolventen aber auch Wissenschaftler einen Zuschuss erhalten. Bewerben können sich allerdings auch Gründerteams. Ein Jahr lang bekommen sie dann bis zu 3.000 Euro pro Monat als Zuschuss für den persönlichen Lebensunterhalt. Hinzu kommen bis zu 30.000 Euro für Sachausgaben und 5.000 Euro für entsprechende Coachings.

Hilfe von den Business Angels

Abschließend kann man auch auf die Unterstützung von Business Angels hoffen. Hierbei handelt es sich um Privatpersonen mit entsprechendem Vermögen, die in junge Unternehmen investieren und somit Zuschüsse verteilen. Als Gründer bekommt man so ein gewisses Wagniskapital zur Verfügung gestellt und überlässt den Business Angels dafür Anteile am eigenen Unternehmen.

Wer einen Business Angel für sein Unternehmen ins Boot holen möchte, kann sich über das Business Angels Netzwerk Deutschland entsprechende Unterstützung sichern und hier nach passenden Angeboten suchen.

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