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In Deutschland werden weniger Firmen gegründet

Firmengründungen

Schon seit einigen Jahren werden in Deutschland weniger Firmen gegründet. Während nordische Länder und auch Israel boomen, ist hierzulande ein negativer Trend erkennbar. Auch im vergangenen Jahr wurden weniger Firmen neugegründet als noch 2017.

Das Statistische Bundesamt berechnete, dass im Jahr 2018 die Zahl der Firmengründungen um 1,3 Prozent zurückging. 542.500 Firmen waren es letztlich im vergangenen Jahr.

Ebenso interessant: lediglich 122.700 der neu gegründeten Firmen deuten anhand ihrer Rechtsform und der Anzahl an Beschäftigten darauf hin, dass sie wirtschaftlich eine größere Relevanz haben könnten. Im Jahr zuvor waren dies noch 2,2 Prozent mehr.



Kleinunternehmen wurden im Jahr 2018 3,4 Prozent weniger gegründet. Hier lag die absolute Zahl am Ende bei 169.100.

Zahlen sind seit mehreren Jahren sinkend

Die Anzahl an Firmengründungen geht bereits seit mehreren Jahren zurück. Schon 2012 waren es 6,1 Prozent weniger Firmengründungen als im Jahr 2011.

Gründe für die zurückgehende Zahl von Firmengründungen liefert das Statistische Bundesamt nicht, es gibt sie aber durchaus.

Einen Anstieg gibt es vereinzelt jedoch bei Firmenübergaben an Nachfolger. Statt Unternehmen schließen zu müssen, finden demnach mehr Unternehmer einen geeigneten Nachfolger und können ihre Firma somit in andere Hände geben.



Geringe Arbeitslosigkeit führt zu weniger Neugründungen

Ein Grund dafür, dass in Deutschland weniger gegründet wird, ist die geringer werdende Quote an Arbeitslosen. Viele Menschen sind somit in einer Beschäftigung und die Zahl derer, die aus ihrer Misere herauskommen will, sinkt hierdurch ab.

Wer keinen Job findet, gründet gegebenenfalls. Wer bereits einen Job hat, zieht diese Möglichkeit nicht unbedingt in Betracht. Die stabile Wirtschaftslage führt also durchaus dazu, dass es weniger neue Start-Ups gibt und dass weniger Menschen den Weg in die Selbständigkeit gehen (wollen).

Zusätzlich führt aber auch das deutsche System dazu, dass weniger gegründet wird. Das Steuersystem und mögliche Hürden für Gründer würden immer mehr dazu führen, dass potentielle Gründer von ihrem Vorhaben Abstand nehmen.

Die Qualität nimmt jedoch zu

Während die Zahlen an Gründungen zurückgehen, nimmt hingegen die Qualität der Neugründungen weiterhin zu. Auch dies hängt mit der geringen Arbeitslosenquote zusammen. Gründer müssen vielfach nicht „aus der Not heraus“ gründen, sondern machen sich im Vorfeld Gedanken und stellen ihr Vorhaben auf ein stabiles Fundament.

Das wirkt sich insgesamt positiv aus.

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