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Change Management Methoden und Prozesse

„Nichts ist so beständig wie der Wandel.“ Diese alte Weisheit von Heraklit ist zwar ziemlich alt, heute aber dennoch aktuell. So stoßen Veränderungen häufig auf Widerstände und stellen unter anderem Unternehmen vor Schwierigkeiten. Das Change Management hilft bei der Planung, Strukturierung und Gestaltung eines Wandels. Es ermöglicht Unternehmen, diesen methodisch anzugehen.

Der Prozess des Change Management

Jeder Veränderungsprozess ist einzigartig. Gemeinsam ist jeder Veränderung aber eine sogenannte Veränderungskurve, die auch als Change Curve bezeichnet wird. Sie verbildlicht die verschiedenen Gefühlslagen der beteiligten Personen. In der Regel beginnt die Kurve mit einem Schock, wenn bekannt wird, dass das Unternehmen einen Wandel benötigt. Auf diesen Schock folgt meistens eine Phase der Ablehnung und des Widerstands. Schafft es das Change Management, die Widerstände aus dem Weg zu Räume, folgen die Phasen der Akzeptanz, des Ausprobierens und einer anschließenden Festigung der etablierten Neuerungen.
Die Change Curve kann bei jedem Veränderungsprozess anders ausfallen. Eine strikte Reihenfolge der verschiedenen Phasen existiert daher nicht. Das Problem eines jeden Change Managements besteht darin, die Widerstände zu brechen. Denn bleiben diese bestehen, scheitert das Vorhaben im schlimmsten Fall und es entsteht keine Phase der Akzeptanz.

Schwierigkeiten und Lösungen des Change Management

Veränderungen funktionieren nicht auf Kommando. Sie stellen stattdessen einen Prozess dar, der nahezu immer auf anfängliche Skepsis und Widerstände trifft. Die betroffenen Menschen, etwa Mitarbeiter eines Unternehmens, reagieren häufig emotional oder sogar irrational. Typische Auslöser dieser Reaktionen sind ein unerwarteter, großer Veränderungsprozess oder eine drohende Krisensituation. Aber auch wenn Arbeitsplätze wegfallen, Mitarbeiter ihre Arbeitsweise deutlich verändern müssen oder ein Unternehmen zu viele Veränderungen in kurzer Zeit durchführt, können Widerstände gegenüber der geplanten Neuheiten auftreten.
Um Widerstände und Skepsis unter den Mitarbeitern sowie innerhalb der Führungsebene abzubauen, gibt es jedoch einige Maßnahmen, die das Change Management beachten sollte. Diese umfassen eine klare Strategie, die mit einer transparenten Handlungsweise und einer offenen Kommunikation einhergeht. Des Weiteren bedarf ein Veränderungsprozess der genauen Planung von Ressourcen, einer kompetenten Führung und eines durchdachten Projektmanagements.



Werkzeuge des Change Management

Jeder Change-Manager verfügt über einen großen „Werkzeugkoffer“, der verschiedene Instrumente für ein erfolgreiches Change Management beinhaltet. Diese dienen der Unterstützung aller Maßnahmen und bestehen etwa in einer Kulturanalyse oder einem Coaching. Während ersteres die Besonderheiten des Unternehmens in den Vordergrund stellt, begleitet letzteres die Mitarbeiter durch den Veränderungsprozess.

Weitere Tools sind etwa die Balanced Scorecard, ein Anreizsystem oder klassisches Teambuilding. Aber auch ein Konfliktmanagement, das zur Deeskalation von Spannungen sowie Konflikten beiträgt, und ein Change-Controlling, das die Einhaltung der geplanten Veränderungsstrategie kontinuierlich überprüft, können ein erfolgreiches Change Management unterstützen. Darüber hinaus lassen sich Events einsetzen, um größere Menschengruppe über Ziele und Fortschritte des Veränderungsprozesses zu informieren.

Insgesamt lassen sich die genannten Werkzeuge auf nahezu alle Veränderungsprozesse anwenden und streben stets nach einer erfolgreichen Umsetzung des Change Management.

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