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Skandinavischer Fintech-Aufsteiger Pleo launcht Betriebsausgaben-Plattform in Deutschland

Das dänische Startup Pleo, das eine integrierte Betriebsausgaben-Plattform für kleine und mittelständische Unternehmen entwickelt und anbietet, geht nach erfolgreichem Test der Marktakzeptanz offiziell in Deutschland an den Start. Das Unternehmen löst mit seinem Produkt drei bekannte Probleme: Mitarbeiter müssen für die Betriebsausgaben aus der eigenen Tasche zahlen, Manager haben keinen Einblick, wohin die Ausgaben fliessen, und die Spesenabrechnungen verursachen oft einen hohen administrativen Aufwand. Dank Pleos intelligenter Bezahlkarten, die Mitarbeiter für geschäftliche Ausgaben nutzen können, können Spesenabrechnungen nun automatisiert werden. Funktionen speziell für den deutschen Markt sind in Planung.

Am 01. November eröffnet das Unternehmen zudem in Berlin-Mitte eine deutsche Niederlassung. Zunächst wird dort ein fünfköpfiges Team arbeiten, das bestehende Unternehmenskunden betreuen, das Geschäft ausbauen und das Produkt lokalisieren soll. Geführt wird das Team von der neuen Deutschland-Chefin Marie Moesgaard – einer Pleo-Veteranin, die seit der Gründungsphase dabei ist und das Unternehmen mit aufgebaut hat. Moesgaard war bisher am Hauptsitz des Unternehmens in Kopenhagen für das globale Customer Success Team verantwortlich.

Pleo wurde 2015 in Kopenhagen gegründet. Heute gehört es zu den erfolgreichsten Startups Dänemarks und ist eins der am schnellsten wachsenden B2B-Fintechs Skandinaviens. Pleo operiert in vier Ländern, sein größter Markt ist heute bereits Großbritannien. Das Startup hat insgesamt mehr als 5.000 Unternehmenskunden aus unterschiedlichen Branchen und Größenordnungen, von denen die Mehrheit an jeden einzelnen ihrer Mitarbeiter eine Pleo Karte ausgibt. Damit ist Pleo schon heute einer der größten Firmenkartenanbieter der nordischen Länder. Der Start in weiteren europäischen Märkten ist geplant. Pleo ist insgesamt mit 70 Millionen Euro kapitalisiert.



Ziel: „Mehrere hundert deutsche Unternehmen pro Monat onboarden”  „Wir haben gerade einen Meilenstein mit Pleo erreicht: Sobald der Partnerprozess erfolgreich durchlaufen wurde, entwickeln wir gemeinsam mit Datev die Integration von Pleo zu Datev“, sagt Deutschland-Chefin Marie Moesgaard. Während der Soft-Launch-Phase hatte sich herauskristallisiert, dass lokale Anpassungen wie die Integration zum Buchhaltungssystem Datev erforderlich sind. Dass sie nun umgesetzt wird, sieht Moesgaard als perfekten Moment, die Deutschland-Expansion voranzutreiben: „Die Anfangsakzeptanz des Produkts in Deutschland hat unsere Erwartungen weit übertroffen. Wir konnten bereits mehrere hundert deutsche Unternehmenskunden gewinnen. Es ist erwiesen, dass deutsche Unternehmen ihren Umgang mit Betriebsausgaben optimieren möchten, und das Bedürfnis nach mehr Transparenz sehr groß ist. Wir sehen ein riesiges Potenzial in Deutschland als dem größten europäischen Markt mit einer enormen Kundennachfrage. Mit einem sehr erfahrenen Team vor Ort in Berlin erwarten wir, fortan mehrere hundert Unternehmen pro Monat onboarden zu können.“

Gesparte Zeit und mehr Einblick in Ausgaben

Pleos Kernprodukt ist eine Prepaid-Bezahlkarte, die Unternehmen mit einer einfachen Überweisung von ihrem Bankkonto aufladen und an ihre Mitarbeiter ausgeben können. Die Firmenkarte ist mit Software und einer mobilen App verknüpft, die Belege sofort digital erfasst und eine Übersicht aller Ausgaben des Unternehmens in Echtzeit ermöglicht. Manager können zudem Budgets für Nutzer festlegen, Karten und Ausgaben verwalten und sogar Buchhaltern und Wirtschaftsprüfern Einblick in die Ausgaben gewähren. 

Mit Pleo werden Unternehmensausgaben um einiges erleichtert, da Spesenabrechnungen der Mitarbeiter entfallen und Buchhaltungsaufgaben automatisiert werden. So sparen Unternehmen Zeit und Kosten. 



Selbständige Mitarbeiter

Arbeit und Führung befinden sich im Wandel: von Zentralisierung und Kontrolle zu einer breiteren Verteilung von Verantwortung und Autonomie der Mitarbeiter. Diese Entwicklung möchte Pleo auch auf Ebene der Unternehmensausgaben forcieren, welche traditionell ein auf Mikroebene organisierter Prozess sind. Während sich der Mitbewerb stark auf die Ausgabenkontrolle durch Finanzdirektoren konzentriert, verfolgt Pleo hingegen einen Bottom-up-Ansatz und setzt sich dafür ein, dass jedem Mitarbeiter eine eigene Bezahlkarte und mehr Selbständigkeit anvertraut werden können. Seine integrierte Lösung für die Kostenabrechnung ermöglicht Mitarbeitern zudem eine einfache, reibungslose “Employee Experience”. Die zeitaufwendige Jagd nach Belegen zur Weiterreichung an das Finanzteam sowie das Warten auf Kostenrückerstattungen haben ein Ende. 

„Doing the unscalable“ – radikale Kundenzentrierung als Erfolgsrezept

Pleo wurde von dem unabhängigen Vergleichsportal für Business Software, G2, als das am einfachsten zu bedienende Ausgabenmanagement-System seiner Art bewertet. Aber Pleos Kundenzentrierung geht über die exzellente Usability weit hinaus. Das Unternehmen ist bekannt für seinen zuverlässigen und schnellen Kundenservice, der auch “nicht skalierbare” Methoden aufweist, wie etwa einen unmittelbaren Besuch bei einem Kunden mit einem Problem oder die persönliche Auslieferung von Firmenkarten. Mit dieser Nähe zum Kunden grenzt sich das Unternehmen von seinen digitalen Mitbewerbern ab.  Es war Marie Moesgaard, die diese Philosophie der radikalen Kundenzentriertheit auch nach dem Point of Sale im Unternehmen vorangetrieben hat. So ist ihre neue Rolle als Deutschland-Chefin auch keine Sales-, sondern eine Leadership-Rolle. Moesgaards Herausforderung besteht darin, einen ebenso hohen Standard an persönlichen Beziehungen zu deutschen Kunden zu schaffen und die Philosophie in der Kultur des neuen Deutschland-Teams einzubetten.

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