Interviews

Interview mit ArtNight Gründer Aimie-Sarah Henze und David Neisinger

Könnt ihr euch bitte unseren Lesern kurz vorstellen? Wer seid ihr und was macht ihr?

Wir sind David und Aimie und haben gemeinsam ArtNight gegründet. David hat vor ArtNight zwei Start-ups in Indien aufgebaut und den Standort eines großen deutsche Getränkeherstellers in Dubai geleitet. Aimie hat in verschiedenen Bereichen bei Axel Springer und Bertelsmann gearbeitet und dort die letzten Jahre vor ArtNight ein Unternehmen im Unternehmen aufgebaut. Zusätzlich hat sie nebenberuflich “Fielfalt” ins Leben gerufen- ein Online-Blogazine und eine Community für Female Empowerment. David hat den Fokus auf Marketing und Aimie auf Operations bei ArtNight. Das Ziel von uns und unserem Team ist es, mit ArtNight die größte Plattform für kreative Erlebnisse in Europa zu schaffen.

Was genau macht Euer Start-Up und was ist das Besondere an Eurer Geschäftsidee?

ArtNight ist ein Veranstaltungskonzept für Abende der Kreativität und ist bereits in 12 deutschen Städten aktiv. Am besten können wir Dir es so erklären:

Stell Dir vor Du hast einen normalen, langen Arbeitstag hinter dich gebracht. Was sind die Optionen? Beim Sport warst du gestern, die Couch ist langweilig, die Freunde sind beschäftigt… Alleine ins Kino? Keine Chance! Du hättest Lust, etwas Kreatives zu machen – etwas das Spaß bringt und dich mit neuen Leuten vernetzt? Hier kommt die ArtNight ins Spiel! Die Idee: Ein lokaler Künstler leitet dich an, dein eigenes Kunstwerk zu kreieren, du zippst fröhlich an deinem Getränk und lernst nicht nur viel über Kunst- sondern auch deine Staffelei-Nachbarn links, rechts und gegenüber kennen. Ein fröhlicher, unbeschwerter Feierabend, der dir garantiert mehr Energie für die Woche beschert, als der Filmabend zuhause!

Wir kombinieren also eine Tech-Plattform, einen smarten Vermarktungsansatz, mit echten offline Erlebnissen.

Gab es bereits eine Seed-Finanzierung? Crowdfunding? Oder gibt es Business-Angel die euch bei eurem Vorhaben unterstützen?

Wir werden derzeit von Business-Angels unterstützt.

Wo sitzt Ihr und warum habt Ihr Euch für diesen Standort entschieden? Was findet Ihr besonders gut an Eurem Standort?

In Berlin! David war lange Zeit im Ausland, bevor es ihn wieder nach Berlin gezogen hat. Aimie ist viel gependelt und hat die letzten Jahre bereits in Berlin gewohnt. Berlin ist bunt, hat eine große Kreativ-Szene, bietet kulturell viel Abwechslung und hat in der Startup-Welt einiges zu bieten – also als “Homebase” sehr gut für ArtNight geeignet.

Was sind Eure Planungen für die nächsten Jahre? Wird es eine kleine / größere Finanzierungsrunde geben? Wachstumsprognose etc.?

In diesem Jahr konzentrieren wir uns auf die Expansion und die Etablierung von ArtNight in Deutschland: Allein diesen Monat werden wir in 6 neue Städte (Köln, Bonn, Hannover, Bielefeld, Frankfurt und Kiel) expandieren. Im Anschluss planen wir, das Konzept nach Europa zu bringen.

Was waren die größten Schwierigkeiten, die Ihr auf Eurem Gründungsweg überwinden musstet?

Eine Schwierigkeit, die wahrscheinlich 99% aller Unternehmen täglich begegnet, ist die bestmögliche und kostengünstigste Kundenakquise, insbesondere, wenn das Konzept neu ist und noch keiner weiß, was er in seinem Leben verpasst, wenn er nicht zu einer ArtNight geht ;).

Welche Informationsquellen für Gründer (Blogs, Webangebote, Magazin, Bücher, Beratungsstellen) könnt ihr anderen Gründern empfehlen?

● Der Blog/Newsletter von Andrew Chen für Growth-Hacking http://andrewchen.co/
● “Delivering Happiness” von Tony Hsieh für ein außergewöhnliches Kundenerlebnis
● “SCALING UP” von Verne Harnish um zu skalieren
● “Getting things done” von David Allen um Dinge anzupacken
● “The Startup Owners Manual” von Bob Dorf und Steve Blank

Und: Sich permanent kritisches Feedback einzuholen ist sinnvoll! Wer mal einen Sparringpartner benötigt oder Coach ist bei Julia Derdinger gut aufgehoben.

Gibt es Vorbilder aus der Gründer- bzw. Startupszene?

Ein großes Vorbild für uns sind einige Social-Painting-Startups aus den USA, die ein ähnliches Geschäftsmodell sehr erfolgreich umgesetzt haben.

Was würdet Ihr Euch von der Gründerlandschaft in Deutschland oder auch an eurem Standort wünschen?

Mehr staatliche Unterstützung für Startups im Kultur/Kreativ-Bereich und weniger Bürokratie, die einem oft das Leben schwer macht. Ein vereinfachtes Steuerrecht wäre auch von Vorteil. Das ist ja ein Labyrinth!

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