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Corona-Pandemie beflügelt Podcast-Konsum und -Produktion

Weltweit hat die Corona-Pandemie zu einer verstärkten Mediennutzung geführt. In Deutschland profitieren davon vor allem Podcasts. Podigee, der deutsche Marktführer für Podcast-Hosting und -Analytics, berichtet von verändertem Nutzungsverhalten, nicht nur während des Lockdowns: Podcasts erleben durch die Corona-Krise einen sprunghaften Anstieg – bei der Nutzung wie auch beim Angebot. Dabei werden Podcasts zunehmend als Unterhaltungs-, vor allem aber auch als Informationsmedium genutzt.

„Wir sehen, dass die Menschen ihren erhöhten Nachrichtenbedarf in der Corona-Pandemie verstärkt mithilfe von Podcasts decken“, so Podigee-CEO Mateusz Sójka. Mit den flächendeckenden Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen Mitte März produzierten außerdem immer mehr Deutsche Podcasts, wie der Podcast-Dienstleister mit Sitz in Berlin vermeldet: „Wir hatten innerhalb einer Woche einen Anstieg von Neuanmeldungen um 98 Prozent“, so Sójka. Rund 600 Podcast-Episoden und 25 neu angelegte Podcast-Formate mit den Stichworten „Corona“ oder „Covid-19“ im Titel wurden innerhalb einer Woche Anfang März veröffentlicht. Auch die Nachfrage der Hörenden stieg innerhalb von sieben Tagen Mitte März im Vergleich zur Nachfrage Anfang Februar: Die Downloadzahlen zum Thema „News“ zeigen einen Anstieg von 102,09 Prozent, „Gesellschaft und Kultur“ stiegen um 13,53 Prozent, „Unterhaltung und Comedy“ um 23,51 Prozent.

Trends setzen sich auch nach Lockerung der Ausgangsbeschränkungen fort



Obwohl sich die Situation in Deutschland im Juli langsam entspannt, wächst der Konsum von nachrichtlichen Podcasts weiter. Im Vergleich zum Höhepunkt der Pandemie in Deutschland, im März und April, werden Podcasts aus dem Themenbereich „News“ immer noch um mehr als 40 Prozent stärker nachgefragt als vor der Pandemie – das Gleiche gilt für im Bereich „Gesellschaft und Kultur“ angesiedelte Podcasts. Auch für den Juli belegen die Hosting-Statistiken überdurchschnittliches Wachstum an Podcast-Angeboten und -Nachfrage. Das Medium etabliert sich damit zusehends als Alternative zu den klassischen Informationsangeboten. 

„Die Zahlen legen nahe, dass sich der Podcast-Konsum in Deutschland dem internationalen Markt mehr und mehr angleicht“, so Sójka. Im internationalen Vergleich liegt Deutschland bislang laut einer von Statista veröffentlichten Erhebung im Jahr 2020 mit einem Prozentsatz von etwa 24 Prozent an Podcast-Hörerenden etwa hinter Irland (40 Prozent), den USA (36 Prozent) oder Schweden (36 Prozent). 

„Podcast-Hörende“ bezeichnet hier Befragte, die innerhalb eines Monats auf einen Podcast zugegriffen haben. Die Zahlen stammen aus einer Online-Umfrage, die im Januar bis Februar 2020 durchgeführt wurden. Quelle ist das Reuters Institute for the Study of Journalism.

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