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Interview mit Jeffrey Jampoh von smart meals

Kannst du dich bitte unseren Lesern kurz vorstellen? Wer bist du und was machst du?

Mein Name ist Jeffrey und ich bin der Gründer und Geschäftsführer von Smart Meals – einem Food-StartUp, das online leckere und gesunde Fertigmahlzeiten verkauft.

Was genau macht Euer Start-Up und was ist das Besondere an Eurer Geschäftsidee in der aktuellen Coronakrise?



Auf smart-meals.de können unsere Kunden sich Pakete bestellen, voll mit leckeren und gesunden Mahlzeiten. Diese Mahlzeiten sind fertig zubereitet und werden gekühlt zu unseren Kunden geliefert. So können sie dann ganz entspannt erwärmt werden, wenn der Hunger kommt. Dadurch sparen sich unsere Kunden Zeit und Aufwand beim Planen, Einkaufen und Kochen.

Während der Corona-Krise können wir so die Menschen entlasten, die sich momentan nicht wohl fühlen, einkaufen zu gehen oder Tag für Tag Pizza und Paste vom Lieferdienst zu essen.

Wo werden eure Gerichte zubereitet und wie unterscheidet Ihr euch von bekannten Anbietern?

Wir lassen unsere Gerichte immer frisch von einem großen Partner im Rhein-Main Gebiet zubereiten.



Gegenüber Anbietern von Kochboxen (HelloFresh, Marley Spoon etc.) gehen wir für unsere Kunden noch den extra Schritt, dass wir auch das Kochen übernehmen und so noch mehr Zeit und Aufwand sparen.

Gegenüber „Meal Prep“ Services (z.B. Fittaste) ist unser Service absichtlich nicht speziell auf Sportler zugeschnitten. Wir haben unsere Mahlzeiten extra für die Menschen entwickelt, die sich gerne gesund ernähren und dennoch beim Geschmack ihres Essen keine Abstriche machen möchten.

Gab es bereits eine Seed-Finanzierung? Crowdfunding Aktionen? Oder gibt es Business-Angel die euch bei eurem Vorhaben unterstützen?

Im August 2019 haben wir unsere Kickstarter-Kampagne erfolgreich beendet und sind bis heute eine der fünf größten Kickstarter-Kampagnen in Deutschland zum Thema „Essen und Trinken“. Darauf sind wir sehr stolz!

Daraufhin haben wir Fremdkapital aufnehmen können, sodass nach wie vor alle Anteile beim Unternehmen verbleiben.

Wo sitzt Ihr und warum habt Ihr Euch für diesen Standort entschieden? Was findet Ihr besonders gut an Eurem Standort?

Wir sitzen in Mannheim. Das ist einerseits der Tatsache geschuldet, dass wir alle aus dem Rhein-Neckar Gebiet kommen, beruht aber andererseits auch darauf, dass wir uns bewusst dafür entschieden haben, hier zu bleiben.

Wir sind der Meinung, dass das Rhein-Neckar Gebiet Gründer gute Möglichkeiten bietet, ein StartUp aufzubauen und dann auch wachsen zu lassen.

Was sind Eure Planungen für die nächsten Jahre? Wird es eine kleine / größere Finanzierungsrunde geben? Wachstumsprognose etc.? Wie wird sich euer Geschäft nach der Coronakrise weiterentwickeln?

Bisher sind wir seit dem Start kontinuierlich und organisch gewachsen. Dem Ausblick nach wird das auch weiterhin der Fall sein während wir unsere Kosten aufgrund der Skalierung weiter senken können und sich die Marge dadurch weiter verbessert.

Bisher haben wir in jeder Phase gebootstrapped. In den kommenden Monaten und Jahren wollen wir jedoch schneller wachsen können und werden dafür sicherlich noch einmal Geld aufnehmen.

Während der Corona-Krise war und ist es uns wichtig, so schnell und viel wie möglich zu helfen. Nach der Krise werden wir sicherlich stärker sein und auf festeren Beinen stehen, sodass es gerade nach der Krise weiter anziehen wird.

Was waren die größten Schwierigkeiten, die Ihr auf Eurem Gründungsweg überwinden musstet?

Eine der größten Herausforderungen auf dem Gründungsweg war sicherlich der Aufbau einer gekühlten Lieferkette und der Umgang mit den damit verbundenen Kosten.

Abgesehen davon ist es natürlich eine ständige Herausforderung, die verschiedenen Teilbereiche des Dienstes fast ausschließlich mit first principle thinking zu lösen. Aber genau darin liegt auch der Spaß.

Welche Informationsquellen für Gründer (Blogs, Webangebote, Magazin, Bücher, Beratungsstellen) könnt ihr anderen Gründern empfehlen?

Gründerszene.de gibt einen guten Überblick, was in der deutschen StartUp-Landschaft so vor sich geht.

Der Podcast von deutsche-startups.de liefert des Öfteren auch tiefere Insights.

Peter Thiels „Zero To One” ist eine tolle Motivationsquelle, wenn es um den Anspruch tatsächliche Innovation geht.

Ben Horowitzs „The Hard Thing About Hard Things” rückt die Anforderungen, die an Gründer gestellt werden, wenn die Phase anfänglicher Euphorie vorbei ist, in das rechte Licht.

Gibt es Vorbilder aus der Gründer- bzw. Startupszene?

  1. Dusan Cvetkovic von BSTN
  2. Tarek Müller von About You
  3. Elon Musk

Was würdet Ihr Euch von der Gründerlandschaft in Deutschland oder auch an eurem Standort wünschen?

Einfacherer Zugang zu sinnvollen Unterstützungen (Gelder, Consulting, Mentoring) wäre mein größter Wunsch für junge Gründer, die grade angefangen haben. Die anfängliche Gründungsphase könnte von Bund und Ländern leichter gestaltet und übersichtlicher begleitet werden.

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