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Was tun gegen Muskelkater?

Jeder Sportler hat bereits das ein oder andere Mal damit Erfahrung gemacht. Besonders wenn es darum geht, neue Trainingsreize zu setzen oder das Training nach längerer Pause wieder aufgenommen wird, kann sich die sportliche Aktivität in Form eines Muskelkaters bemerkbar machen. Dieser Schmerz setzt nicht sofort im Anschluss an die Trainingseinheit ein. Es kann bis zu zwei Tage dauern, bis die Muskulatur auf die gesetzten Reize mit Schmerz reagiert. 

Entstehung eines Muskelkaters

Völlig unabhängig davon, ob im Fitnessstudio trainiert wird oder ein hartes Lauftraining in der freien Natur absolviert wird, der Entstehungsgrund bleibt derselbe. Der Ursprung des Schmerzes liegt in den Muskelfasern, die aufgrund starker Beanspruchung eingerissen sind. Diese kleinen Einrisse haben minimale Entzündungen zur Folge, die als Schmerz wahrgenommen werden können. Sollten Sie bis dato der Annahme gewesen sein, dass eine Anhäufung von Milchsäure (Laktat) die Ursache für die Entstehung eines Muskelkater ist, werden Sie nun eines Besseren belehrt. Eine zu hohe mechanische, oder metabolische Beanspruchung der Muskulatur ist der wirkliche Grund.

Ebenso wenig notwendig ist ein Muskelkater für einen bestmöglichen Muskelaufbau. Auch ohne anschließenden Muskelkater können genügend Reize gesetzt worden sein, um das Muskelwachstum zu stimulieren.

Die besten Tipps gegen einen Muskelkater

Eines vorweg: Eine Zauberformel, mit der ein Muskelkater per Blitzheilung wieder verschwindet, gibt es nicht. Schlichtweg falsch ist auch, dass sich ein Muskelkater am darauffolgenden Tag einfach wegtrainieren lässt. Oftmals ist genau das Gegenteil der Fall, da die Regeneration der Muskulatur durch die erneute Belastung ordentlich ins Stocken gerät. Dennoch gibt es einige Möglichkeiten, mit denen Sie die Regeneration der Muskeln unterstützen können.

Tipp 1: Eine wohlverdiente Pause einlegen 

Nach einem intensiven Workout sollten Sie sowohl Körper als auch Geist eine kleine Auszeit gönnen. Auf diese Art und Weise kann sich der Körper gut von der Anstrengung erholen und Verletzungen durch eine zu hohe Trainingslast vermieden werden. Die Zeit heilt eben alle Wunden.

Tipp 2: Sport-Salben mit Arnika

Ein leichtes Einmassieren von Sportsalben, die Arnika beinhalten, kann äußerst wohltuend wirken und als Art Lymphdrainage die Durchblutung der schmerzenden Muskel-Regionen fördern. Arnika wirkt entzündungshemmend und kann den Muskelschmerz lindern. 

Tipp 3: Ein Gang in die Sauna

Das Einwirken von hohen Temperaturen auf die belasteten Muskeln regt die Durchblutung an und sorgt zumindest kurzzeitig für eine Verringerung der Schmerzen. Ein wissenschaftlicher Beweis für die Wirksamkeit liegt bis dato nicht vor. 

Tipp 4: Starke Massagen vermeiden

Sportmassagen werden in vielen Fällen mit erhöhter Druckstärke ausgeübt. Gerade dies sollten Sie im Falle eines Muskelkaters vermeiden, da die Heilung der beanspruchten Muskelfasern verzögert werden kann.

Tipp 5: Viel Flüssigkeit trinken

Es ist längst kein Mythos mehr, dass die Aufnahme von ausreichend Flüssigkeit wichtig für den gesamten Körper ist. Nicht nur während des Trainings, sondern auch danach möchte der Körper ausreichend hydriert sein, um leistungsfähig zu sein und zu bleiben. Für die Synthese von Muskelprotein während des Heilungsprozesses ist eine ausreichende Aufnahme von Flüssigkeit (Wasser) essenziell. 

Tipp 6: Die richtigen Nährstoffe auswählen

Eine gesunde, ausgewogene Ernährung ist auch für den Regenerationsprozess das A und O. Hier sollten Sie auf ein ausgewogenes Gleichgewicht der drei Makronährstoffe (Kohlenhydrate, Proteine und Fette) achten.

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