Startups

next media accelerator geht mit acht Startups in die nächste Runde

Der next media accelerator (nma) hat für seinen neuen Durchgang (Batch 5) das Teilnehmerfeld deutlich vergrößert. Bis zu zehn internationale Startups können jetzt beim Intensivprogramm in Hamburg mit dabei sein. Die ausgewählten Gründer-Teams erhalten bis zu 50.000 Euro Investition sowie eine gezielte Förderung durch Mentoren aus der Medien- und Technologiebranche. Für die aktuelle Runde greift erstmals der deutlich aufgestockte Fonds nma 2. Der next media accelerator wurde von der dpa initiiert.

„Mit unserem erweiterten neuen Fonds nma 2 nutzen wir die Chance, noch mehr starke Medien-Startups aus Europa und Israel in unser Programm zu holen. Auf die Teams warten jetzt im Gegenzug über 20 namhafte Unternehmen aus dem Medien- und Werbesektor, die sich als nma-Investoren auf gemeinsame Pilotprojekte mit den jungen Gründern freuen“, sagt Nico Lumma, Managing Partner des next media accelerator.

Diese acht Gründer-Teams sind für Batch 5 bereits ausgewählt:

Cutnut ist eine Social-Media-App, die das gemeinsame Erstellen und Bearbeiten von Videos ermöglicht. Mit der App lassen sich Zehn-Sekünder aufnehmen, die mit anderen Videos zusammengeschnitten werden können. Außerdem lassen sich Freunde dazu einladen, den eigenen Content zu bearbeiten und ihr eigenes Material hinzuzufügen. Die Nutzer können in einem Feed alle Videos im Überblick sehen, die auf Social-Media-Accounts geteilt wurden, denen sie folgen. Die Teammitglieder kommen aus Schweden und Deutschland.

Mit iBot aus Island soll bald jeder Betreiber eines Online-Shops seinen eigenen Chatbot für den Kontakt mit seinen Kunden nutzen können. Online-Shop-Betreiber laden ihren Produktkatalog hoch und der Chatbot wird mit der Facebook-Page des Shops verbunden. Dort beantwortet er Fragen der Kunden zum Angebot des Shops.

asap.industries aus Deutschland wollen mit ihrer Plattform dabei helfen, das Chaos zu beseitigen, das entsteht, wenn Unternehmen mit vielen Freelancern zusammenarbeiten. Vor allem Agenturen im Kreativbereich organisieren diese Zusammenarbeit häufig mit umherfliegenden Zetteln, Post-its und E-Mails. Im Orga-Tool sehen die Projektleiter auf einen Blick, wer zur Verfügung steht, sie können Kontakte austauschen und die Freelancer auch bewerten oder auch auswechseln. Die Datenbank wird firmenintern aufgelegt.

Das österreichische Startup RAWR bietet eine Möglichkeit für Publisher, das User Engagement auf ihren Seiten maßgeblich zu verbessern. Mit verschiedenen RAWR-Widgets werden die User aufgefordert, ihre Meinung abzugeben – direkt in der Story, wenn sie emotional beteiligt sind. Das kann durch eine einfach Ja/Nein-Frage geschehen, durch die Aufforderung, einen Kommentar abzugeben, oder andere Beteiligungsmöglichkeiten. RAWR entscheidet automatisch, wie das geschieht und findet die Lösung mit dem höchsten User Engagement.

Smob steht für Social Mob, also die Gruppeninteraktion auf Social-Media-Plattformen. Smob will mit seiner Anwendung den nächsten Schritt im Bereich Social Interaction gehen: Firmen, Influencern und einfachen Usern wird es ermöglicht, gemeinsamen Content zu produzieren. Dafür werden mit Smob passgenaue Gruppen zusammengestellt und so genannte Daily Challenges ausgerufen.

Aus Österreich und der Schweiz kommt der Shopping-Assistent Toby. Die mitlernende App lässt die Nutzer Einkaufslisten führen und teilen. Sie enthält mehrere Location-Based-Features: Die App erinnert den Nutzer zum Beispiel daran, dass er noch Milch kaufen wollte, wenn er gerade an einem Supermarkt vorbeiläuft. Und die schwer aufzutreibenden Sneaker, die man als Bookmark hinterlegt hatte? Toby sagt dem User, dass es genau diese in einem Laden 100 Meter weiter gibt.

Mit 23° wollen die Gründer aus Österreich das Finden und Nutzen von Daten für Publisher erleichtern. Auf der Plattform sollen verschiedene Daten bereitgestellt werden, die mit den plattforminternen Tools visualisiert werden können. Außerdem soll es Nutzern ermöglicht werden, andere Arbeiten zu sehen, um Inspiration zu finden.

Mit Breaker bieten die Entwickler aus den USA ein Online-Recherche-Tool für Journalisten. Breaker sammelt Eilmeldungen, die Themen lassen sich von den Usern selber zusammenstellen. Die Verifizierung der Quellen übernimmt Breaker, so dass sich Online-Journalisten nicht mit Falschmeldungen in die Nesseln setzen, wenn es schnell gehen muss. Außerdem können User mit Breaker eigene Quellen überprüfen lassen, was durch einen Fact-Checking-Algorithmus geschieht.

Neue Investoren können sich noch bis 31. Dezember beteiligen

Noch bis Ende 2017 besteht für interessierte Investoren die Möglichkeit, sich am zweiten Fonds des next media accelerator zu beteiligen. „Wir sind offen für nationale und internationale Unternehmen aus den Bereichen Medien, Werbung, Technologie und Dienstleistung, die mindestens 200.000 und maximal eine Million Euro investieren wollen. Dabei ist nicht entscheidend, ob diese Unternehmen groß und bekannt sind, sondern ob sie bereit sind, mit den nma-Startups zu arbeiten und deren Produkte zu testen und einzusetzen“, erläutert Bodo Kräter, Managing Partner der Unternehmensberatung Skillnet und verantwortlich für das Fundraising. Die Partner erhalten im Rahmen des nma-Auswahlprozesses Zugriff auf die umfassenden Bewerbungsunterlagen von hunderten von mediennahen Startups aus ganz Europa und sind an den vom nma unterstützten Teams direkt beteiligt.

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