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Geldanlage in historische Gold- und Silbermünzen – Was ist zu beachten?

Privatanleger haben beim Thema Geldanlage die Qual der Wahl, denn neben Sparprodukten, der eigenen Immobilie, Fonds, Anleihen und Aktien drängen auch immer mehr neue Instrumente vor. Was dabei oft übersehen wird, ist die Tatsache, dass auch Münzen nach wie vor eine gute Geldanlage sind. Dies gilt insbesondere für historische Münzen.

Welche Münzen eignen sich zur Geldanlage?
Wer an Münzen als Geldanlage denkt, wird dabei nicht selten die Münzsammlung des eigenen Großvaters erinnert, die schon in Kindertagen wenig aufregend schien. In Wahrheit ist es jedoch völlig anders, zumal Münzen unter einigen Voraussetzungen sehr ordentliche Renditen einbringen können. Zur Geldanlage eignen sich zunächst einmal Gold- und Silbermünzen, die einen hohen Feinheitsgrad aufweisen und dementsprechend durch das Material neben einer gewissen Werthaltigkeit auch Wertsteigerungspotenzial haben, sofern der Gold- respektive Silberkurs steigt. Diese sogenannten Bullionmünzen, die nahe am Gold- oder Silberpreis gehandelt werden, sind ein guter Einstieg.

Worauf basiert der Sammlerwert?
Daneben existieren auch moderne Münzen, die von Haus aus mit einem Sammleraufschlag gehandelt werden, der unter anderem darauf basiert, dass die betreffenden Stücke nur in geringen Stückzahlen geprägt und auf den Weltmarkt gebracht worden sind. Damit ergibt sich der Wert dieser Münzen aus dem Material- und Sammlerwert. Häufig zeigen solche Münzen, zu denen etwa die australischen Lunare gehören, Tiermotive, die jedes Jahr wechseln und damit eine fortlaufende Serie bilden. Für Geldanleger mit langem Atem sind Serien besonders interessant, da diesbezüglich nicht nur das Wertsteigerungspotenzial einer einzelnen Münze greift. Für die maximale Rendite sorgt ein abgeschlossener Satz einer solchen Serie. Dabei sollte allerdings unbedingt darauf geachtet werden, dass die Münzen in geeigneten Münzkapseln gelagert werden, sodass durch äußere Einflüsse keine wertmindernden Beschädigungen entstehen können.

Historische Münzen sind ein Sonderfall
Ein Sonderfall sind historische Gold- und Silbermünzen, denn dabei handelt es sich nicht etwa um Kunstprodukte, die einzig und allein zum Zweck des Sammelns oder der Geldanlage geprägt worden sind, sondern um historische Zahlungsmittel der vergangenen Jahrhunderte. Eine große Auswahl findet man bei Münzkurier. Das Spektrum reicht dabei von in Silber geprägten 5-DM-Münzen über britische Sovereign-Münzen aus dem frühen 19. Jahrhundert bis hin zu wirklich alten Stücken aus dem Mittelalter oder der Antike. Während die Einschätzung des Wertes bei den erstgenannten Münzen dank einschlägiger Münzhändler im Internet recht simpel ist, so ist dies bei mittelalterlichen oder römischen Münzen ungleich schwieriger.

Wo liegen die Risiken?
Die Problematik liegt vor allem darin, dass nur Experten bei wirklich alten Stücken einschätzen können, wie viel diese aktuell Wert sind, da die Anzahl der aktuell noch existenten Stücke nicht einfach via Internetsuchmaschine in Erfahrung gebracht werden kann. Vor dem Kauf ist der Gang zu einem Numismatiker daher unerlässlich, zumal dieser auch den Zustand, der oft mehrere hundert Jahre alten Stücke am besten einschätzen kann. Andernfalls kann der Ankauf von angeblich wertvollen Stücken schnell zum Desaster werden, zum Beispiel wenn sich herausstellt, dass die für mehrere hundert Euro erworbene Münze mit dem Porträt eines römischen Kaisers tatsächlich nur einen Marktwert von 10 Euro hat.

Welche Rendite ist mit Sammlermünzen mögliche?
Ein allgemeines Risiko, das sich aber weder durch Fachwissen noch durch eingängige Recherche ausschließen lässt, betrifft die Tatsache, dass ein Großteil des Wertes einer solchen Münze ausschließlich auf den Sammlerwert und nicht auf den Materialwert zurückgeht. Besteht also keine Nachfrage mehr nach einer bestimmten Münze, sinkt ihr Wert rapide und fällt dabei nicht selten auf den Materialwert zurück, was in der Regel einer hohen Negativrendite entspricht. Gesetzt dem Fall, dass die Nachfrage vorhanden bleibt, lassen sich mit Sammlermünzen, langfristig außerordentliche Rendite erwirtschaften. Wer zum Beispiel im Jahr 1952 jeweils fünf D-Mark in einige Erstausgaben der 5-DM-Silbermünze anlässlich der Eröffnung des Germanischen Museums gesteckt hat, bekommt dafür heute pro Stück annähernd 400 Euro.

Fazit
Unter dem Strich zählt neben dem Materialwert und einem nicht unerheblichen Fachwissen über Prägeauflagen, Materialbeschaffenheit und Zustandsmerkmale vor allen Dingen der Faktor Zeit. Wenn diese Umstände zusammentreffen, ist die Geldanlage in Sammlermünzen und insbesondere in historische Münzen ein lohnendes Geschäft.

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