Interviews, Startups

Interview mit Fernando Almenara von MyTripCar – „Unser Standort ist gründungstechnisch problematisch“

Kannst du dich unseren Lesern bitte kurz vorstellen? Wer bist du und was machst du?

Hallo, ich heiße Fernando Almenara und bin der CEO von MyTripCar. Zusammen mit meinen Kollegen Alberto Verdoy und Julia Martinez habe ich MyTripCar gegründet.

Was genau macht euer Start-up und was ist das Besondere an eurer Geschäftsidee?

MyTripCar ist das erste Vergleichsportal für Mietwagen, das den Kunden nicht an der Nase herumführt. Wir analysieren, was im Kleingedruckten der Autovermietungen steht und informieren den Kunden über den tatsächlichen Preis, den er für den Mietwagen zu zahlen hat. Im Gegensatz zu anderen Mietwagen-Preisvergleichen verschweigen wir die Zusatzkosten nicht und locken nicht mit unrealistischen Preisen. Unser Ziel ist es, dem Kunden den bestmöglichen Service zu bieten. Unser Motto lautet: Make something people want.

Gab es bereits eine Seed-Finanzierung?Crowdfunding? Oder gibt es Business-Angel, die euch bei eurem Vorhaben unterstützen?

Wir haben eine Seed-Finanzierung erhalten. Zudem subventionieren uns das spanische Ministerium für Tourismus und Wayra, das Start-up-Programm von Telefónica. Unsere Business Angel stammen aus multinationalen Unternehmen, wie zum Beispiel aus der Tempe Inditex Group.

Wo sitzt ihr und warum habt ihr euch für diesen Standort entschieden? Was findet Ihr besonder gut an eurem Standort?

Unser Büro befindet sich in Alicante / Spanien. Hier hat auch die größte Low-Cost-Autovermietung Goldcar Ihren Sitz. Goldcar ist weltweit die Autovermietung, bei der die meisten Kundenbeschwerden eingehen. Auf der Website goldcarcomplaints.com kann man lesen, wie man sich mit dem Mieten eines Autos den ganzen Urlaub vermiesen kann.

Unser Standort ist gründungstechnisch problematisch, aber  ideal, um das Übel an der Wurzel zu packen.

Was sind eure Pläne für die nächsten Jahre? Wird es eine kleine / größere Finanzierungsrunde geben? Wachstumsprognose?

Wir möchten neue Vertriebswege testen, zum Beispiel ausprobieren, ob wir als White Label funktionieren würden. Außerdem ist die Entwicklung einer mobilen Version unserer Website geplant. Wir erwarten ein Wachstum von ca. 20% pro Monat.

Was waren die größten Schwierigkeiten, die ihr auf eurem Gründungsweg überwinden musstet?

Da ist die Auswahl viel zu groß, um sich auf nur eine Schwierigkeit festzulegen. Es fiel uns schwer, die benötigte Finanzierung zu bekommen. Für die Technolgie, die wir entwickelt haben und die Analysen, die vorgenommen werden müssen, haben wir lange nach den geigneten Mitarbeitern gesucht und sie endlich gefunden.

Welche Informationsquellen für Gründer könnt ihr anderen Gründern empfehlen?

Ein Buch, das ich absolut empfehlen kann, ist „The hard thing about hard things“ von Ben Horowitz.

Ich persönlich folge auch den Postings von Paul Graham von YCombinator. (PaulGraham.com)

Gibt es Vorbilder aus der Gründerszene?

Paul Graham und Sam Altmann, beide von YCombinator.

Was würdest ihr euch von der Gründerlandschaft an eurem Standort wünschen?

Wie bereits erwähnt, ist Alicante als Gründungsstandort nicht ideal. Spanien hat es geradeso aus der Wirtschaftkrise geschafft, da sitzen die Portemonnaies der Investoren natürlich nicht ganz so locker. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass ausländische Investoren sich viel mehr für unsere Idee begeistern. Vor allem in Deutschland und den USA ist das Interesse groß.

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